Two German Poems: Muttertag

Die Mütter von heute sind nicht das, was sie mal waren. Die Mütter von damals sind die Großmütter von heute. Die Töchter von damals sind heute Mütter. Die Töchter von heute sind, wie sie sind.

Wir alle sind großartig, miteinander. Wir alle sind, so wie wir sind. Das mag profan sein, wenn es stimmt: Nicht alle werden Mütter sein, doch alle waren sie Kind.

Komm’, wir gehen eins heben!


Buttertag

Wie fett ist das denn? Am Buttertag bade ich mich in Öl. Da sättige ich meine Säuren und schmiere mir das Getriebe.

Buttertag ist ungesund, das Volksgericht in Pommerland. Wir schlagen die Sahne und rühren den Schmand locker aus der rechten Hand.

Die Butter in dir. Butter ist politisch. Butter, läuft bei dir.


13.05.2018

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German Poem: “Der Ausstieg”

wir fuhren mit dem bus
wir stiegen aus
am stiegenhaus,
du gabst mir einen kuss.

wir kletterten am berg
wir lagen am feuer,
am kamm, lagerfeuer,
es war unser herd.

der wind fährt
unter die haut,
denn

wir schauten gern
uns in die augen,
uns in die augen
schaute der stern.

wir flogen davon,
wir waren zu leicht,
wie wir waren, vielleicht
kommt das davon,

es bleibt
nur ein hauch
von liebe.

Selbstdokumentation

Die Tischtenniskellen flattern am Abend des Freitags. Ganz Gallien? Nein! Die kleine Bar im Süden vor der Stadt, sie brummt und Bälle fliegen durch die Luft, das ist der Beginn einer wunderbaren Schau, ein Spitzen der Sinne.

So vorbereitet auf satyrische Feste öffnen Russen das Filmbuffett. Es kriecht der Duft von Verfall beweglich um alle Ecken. Der Vorhang fällt gemütlich, die Bühne warst du, so niedlich, und die Eierkuchen. Wie war das mit dem “Erkennen”? Es strahlt das Feuer bis hin zum Wagenplatz. Wir sehen es noch leuchten und uns von beiden Seiten, ich halt’ dich, beiß’ dein Ohr, dann reisst der Film, auf der Stirn ein Auge.

Als wenn es nicht genug gewesen wäre, vom schönen Leben, es ergiesst sich über uns. Und am Sonntag, Tag des Putzens, zeigt die Glut sich rauchend und der Glitch, und ich merke, dass ich mich sputen soll. Unsere Augen strahlen wie Beamer Fantasien auf die Leinwände unseres Gegenübers. Warm, weich, weiß, das Licht ist zart, das Glück ist hold.

Eine Nacht, so satt, vergeht. Wir glitzern in die neue Woche, die Sonne senkt sich, und wieder, die Nacht wacht über uns Sterne, die wir auf Erden wandern und uns zu echten Göttern werden lässt. Was friedlich zueinander ist, befriedigt sich. Und neben deinen Schwüngen ist der Grundton zauberhaft. Die Musik trägt uns dahin. Glück wird zu Magie und Fleisch und alles glüht für viele, viele Stunden.

Es fließt ein schneller Fluß in jeder unserer Brüste. Wir wissen nun, sie haben die selbe Richtung. Die Quelle am Berg, so taufe ich dich und wage, in die Zukunft zu schauen. Ich sehe kein “wo”, kein “wann”, ich spüre ein “ist”, es flattert davon, ich lächle ihm nach.

Leipzig, 21.02.2018

German Poem: “Alles Leicht”

Alles leicht,
Selbst das Lieben
Der letzten Tänzer
In einer dunklen Nacht.

Unkt am weichen Wegrand
Eine Kröte oder Knallfrosch
Vom Vergehen jedes
Und wir gehen.

Lenkt das Wasser
Meinen Weg,
Unser Jahrtausend
Wird versinken.

Wie wir in uns
Und einmal,
Zweimal,
Dreimal
Schreist du es heraus
Ins Schwarze.

Ich will frei sein
Und gebunden
An den Ring,
An ein leuchtend Schicksal,
An diesen Berg,
Der du zu sein scheinst,
Sisyphos.

Zeilen flattern,
Flüge graben unstet
Wälle in den Himmel,
Welcher weint.

Was ist abstrakt,
Wenn alles leicht ist,
Selbst das Lieben
Eine Kunst
Im Imperfekt.

Schau,
Die Kinder
Klettern
In den Kirschbaum.

Für JS / 18.6.2017

New category: English.

I thought about it and concluded. It is worth a message: I hereby open the category English.

Easy me go with bad english trying to connect my world. Often it feels like my real friends – the ones which understand my behaviour – are spread all over the world. Yeah, maybe I am a wicked one. Capturing the world as global. Trusting an english I learnt by growing in this world. Transferring my ideas as an artist on word and sound in a foreign language.

I see dialects as masks and words as signs.

“Life is one big road with a lot of signs. Signs and more signs. You’ve got to make up your mind to face reality all the time.” Badmarsh & Shri – Signs

I won’t beg ya to learn german. I don’t wanna enforce my french and spanish speaking mates, or portuguese or japanese, whether chinese nor indian. Don’t forget them african. Small world theory – i follow that path.

Thank you for participating.

Energy tree – Something I can do

I am really impressed by the developing functions of modern smartphones and pads. May I sound like a Grandpa. So when I got my first smartphone gifted by a friend, after I had killed my last oldschool phone, I felt into a world of apps and digital possibilities. Not feeling bad about this. But one thing brought me to limits: Energy. So I had to recharge constantly. I was the searcher for sockets. Then moment of truth happened…

On a yearly meeting of Radio Blau activists a ChaosComputerClub-associated guy put out a powerbank, a battery pack that could recharge via usb and charge usb-powered devices. ‘This is what I need’, I thought.

Not even imagining the possibilities to shoot up usb-rockets MOBILE or cooling my juice in the usb-FRIDGE I would carry in my bag. What about battery pack HANDWARMERS and all that technological luxury? You’ll find it in the next geek-store, if you really go crazy on this. But I flipped the switch.

What about a solar pack, I could tie on my bag while walking in park? I am walking a lot… How many Watts got modern solar packs? Are there vids of crazy hightec-outdoor-action guys pushing these borders? Yes, yes and triple yes, it’s easy like sunshine. One can reload all common batteries by solar packs, even those mighty ‘I’ll recharge your Laptop 3 times’-packs.

I invested in a foldable 21 Watt solarcell with 2 usb-out, which load a battery and my smartphone on the run.  The battery could load my phone 10 times. Eyelets and carbines fix it on my bag. I am happy. I love mathematics and I know, if i am sparing 10% of my costs of energy, I spare a lot. I don’t wanna renounce modern technology, but I wanna act with sustainability. Maybe I am just tricked by marketing.

I predict alternative and independent production of energy will change world’s face and hopefully bankrupt some (how I would call it poetically) suckers of the sun. Everyone has the right to consume a minimum of energy on life and culture privately without paying money. German social plans recognize this.

img_20160502_103039.jpgIn the middleages German villages had the ‘Allmende‘ (English: commons), a place that belongs to all, whose fruits anyone of the villagers could eat and whose old trees warmed the houses. I dont wanna dissolute, but in industrial european cities this sounds like retroromantic. There are no more common spaces, maybe some safespaces, but mostly private space.

Think of it, the sun, the water and the wind are still free. Somehow it feels like if you get solar cells, you will plant an energy tree…

Participate in the free-energy-movement maybe.

Geschichtchen: Loch in Mensch

Jeff (“Ja, man, du bist der erste, der den Witz bringt. Ja, man, genau wie der aus der Werbung. Ja, man, ich bin voll der Stecher.”) ist Deutschlandfan. Natürlich, was soll man auch sonst sein, wenn man Deutsch spricht, schreibt und denkt, fragst du? Es geht um Fußball, du hast es geahnt? Jeff ist im WM-Fieber, rotpockig, aber die Tattoos waren vorher schon da. Also nicht ‘ganz vorher’, vor der Haft meine ich, aber zumindest vor der WM. Jeff hat einen Fernseher auf Bude, 42 Zoll, mehr ist nicht erlaubt, da schaut er nun seit 2 Wochen die Fußballweltmeisterschaft, welch’ erhabenes, voller Funktionäre funktionierendes Treiben. Deutschland gegen Schweden, wie damals so auch heute. Das ist das Spiel! Ein Becher selbstgebrauter Brotschnaps steht bereit. Jeff ist bereit. Bereit 5 Bomben Tabak zu gewinnen. “Wir ballern euch weg!”, brüllt Jeff Richtung Wand hinter dem Fernseher. “Maul, Katze!”, hört man es dumpf aus der Wand. “5 Bomben, Opfer!” – “Hof, nachher!”, Wilmer war Zelle 6, Jeff Zelle 7. Wilmer so gesammelte Raubüberfälle, Jeff so Totschlag, wieder mal. Wilmer war kein Schwede, aber er hatte eine schwedischen Vornamen und gegen den Drecksnazi Jeff, den einzigen in Haus 9, musste man einfach sein.

“Schweden macht die Bomben klar”, Anpfiff, Gegrölle aus allen Zimmern (“Zimmerservice!”, “Berlin, Berlin…”), Wilmers Fernseher macht Macken, zwei fette Streifen, dann Bild weg, aber der allgemeine Lärmpegel im Hintergrund vermittelt jeden Spielzug. Endlich mal was los hier im Vollzug, alle gehen mit und irgendwie sind alle für Schweden, außer Jeff und die Schließer. Vielleicht ist das der Schlüssel? Und wie die Deutschen vorlegen! Unglaublich, fünf Tore in 30 Minuten, und das nach diesem verhalten bürokratischen Vorspiel! Schweden wirkt deklassiert, trotz drei Anschlusstreffern. Der allgemeine Lärmpegel stiller, genau wie Wilmer. “Verdammt, Schulden machen für den Nazi, oder Prügel kassieren. Scheiß Fußball, scheiß Knast.” Bislang liefen die Wetten gegen den Vollproll gut, aber den deutschen Schuss hatte Wilmer unterschätzt. Halbzeit, Gegrölle, Wilmers Fernsehbild kommt wieder, bekloppte Sprüche von Moderatoren, Schwenke über Fanmeilen, weiter Blick wie hoffnungsvoller Jeff. 5 Bomben sind eine gute Anlage, Businessgrundlage, überlebenswichtig im Bau. Noch ein Becher Brot, ab geht’s, Werbung, zweite Halbzeit. “Bämm, bämm, bämm.” Jeff tritt gegen Wilmers Wand. “Her mit dem Stoff… nachher, Schnee-Kanake, auf’m Hof.” Wie ein schlechtes Script, wie durch Magie, Schweden wie ausgewechselt, Thors Hammer! Mit 4 Treffern in Folge, Deutschland bäumt sich auf, Jeff weint, Wilmer feiert und polltert mit jeden Tor mehr gegen die Wand. “Geh doch nach Hause!” (“Schön wär’s.”) Hoffnung bedeutet der Anschlußtreffer 6:7 für Schweden, doch vergeblich, die Schließer toben, ein Fest für alle Häftlinge, bis auf Jeff, wie dialektisch, der im Knast Gefickteste ist der Sohn des Betreibers. Dessen Trauer, Entsetzen, Zerstörtheit wenden sich nach außen. Alarm in der Anstalt!

Die Wand leidet, immer wieder rauschen Jeffs Körperteile in den Beton, schon löst sich der Putz, Wilmer hält dagegen, mit Tritten in die Richtung, in der er den “Teutschen” vermutet. “Jetzt regnet’s Bomben.” – “Ich mach’ dich so platt, Drecksschwede…” Tatsächlich, im wahnsinnigen Reigen von Freude und Entsetzen innerhalb der Anstalt, löst sich der erste Stein, ein neonlichtiges Loch wächst. Doch bevor der harte Schritt des Schweden in voller Kraft die fliegenden Fäuste des Deutschen trifft, durch das Loch, wäre es himmelwärtsgerichtet einem Ausbruchsversuch gleichkommend, fliegen die Stöcke und klicken die Schellen. Jeff denkt an Kabelbinder-Girls Fetisch… Wilmer an sein Ninjaschwert aus Spezialstahl. Das Treiben endet für beide im Loch, im eigenen, europäisch klassifiziert diszipliniert, nix mehr mit Konsum und Bomben, alles menschenrechtskommisionsgeprüft. Antrag auf vorzeitige Haftentlassung entfällt hiermit. Eine Parabel: Sich solidarisch dumm durch Fußball aufgerieben, Freiheit war egal, schwarzes Loch.


Diese Story hatte ich so oder so ähnlich schon ein paar Monate rumliegen, hier mal leicht geschliffen in einer ersten Version. Man könnte schon noch ein wenig mehr drauf rumhaken. Oder es vertheaterszenen. Mal sehen… Glück auf bis dahin.